Bau

Hurra, es wird gebaut. Hier wünschen wir Ihnen, dass alles planmäßig und mit wenig unvorhergesehenen Ereignissen abläuft.

von Peter Schmuck und Marianne Karpenstein-Machan

Eine wichtige Entscheidung für den Ablauf des Baugeschehens besteht darin, ob Sie die Bauleitung im Ort lassen oder in die Hände eines Generalunternehmens geben. Hierzu hat unser Team 20 Bioenergiedörfer befragt ist und zu folgendem Fazit gekommen:

Der Einsatz eines Generalunternehmens wird von der Mehrzahl der befragten Dörfer nicht oder nur unter bestimmten Vorbehalten empfohlen. Daraus leiten wir die Empfehlung ab, eine bauliche Realisierung durch ein Generalunternehmen nur unter bestimmten Konstellationen anzubieten und umzusetzen:

  1. Es liegt ein bereits länger bestehendes Vertrauensverhältnis zwischen Personen des Generalunternehmens und Personen im Projektgebiet vor.
  2. Die Kooperation zwischen den Beteiligten des Generalunternehmens und den Personen im Projektgebiet beruht auf bedingungsloser Transparenz.
  3. Der Dorfbevölkerung wird eine kontinuierliche Information über die Projektschritte sowie ein Mitspracherecht bei essentiellen Fragen (Standort einer BGA, Größe der Anlagen) zugesichert.
  4. Dieses sollte, wenn die Vertrauensbasis (noch) nicht stabil ist, durch eine neutrale Institution überwacht und durchgesetzt werden.
  5. Nach Bau der Anlagen sollten die Anlagen in das Eigentum einer dörflichen Betreibergesellschaft übergehen und der Anlagenbetrieb von den Menschen des Ortes übernommen werden. Die strategischen Gespräche, nach welchen Geschäftsmodellen das möglich ist, sollten von neutralen, nicht finanziell involvierten Partnern moderiert werden, um hier die Vertrauensbasis herzustellen/zu erhalten.
  • Details zu der Befragung finden Sie hier:

https://buel.bmel.de/index.php/buel/article/view/21/karpenstein-machan-pdf

  • Hier finden Sie weitere Informationen für den Fall von Bioenergiedörfern:

https://bioenergiedorf.fnr.de/fileadmin/bioenergiedorf/dateien/Leitfaden_Wege_zum_Bioenergiedorf.pdf , Seite 67